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Website bringt keine Anfragen? Die 7 häufigsten Gründe

Die Website hat Besucher, aber das Telefon bleibt still. Wenn eine Website keine Anfragen bringt, liegt es selten an der Menge der Besucher, sondern an wenigen Stellen, an denen sie aussteigen. Die meisten davon können Sie in einer Stunde selbst prüfen.

Warum bringt eine Website keine Anfragen, obwohl sie Besucher hat?

Eine Website bringt keine Anfragen, wenn Besucher nicht schnell verstehen, was Sie anbieten, keinen einfachen nächsten Schritt finden oder Ihnen nicht genug vertrauen. Dazu kommen technische Ursachen: Die Seite ist auf dem Handy mühsam, oder Anfragen kommen gar nicht erst an. Fachleute sprechen von Conversion, wenn aus einem Besucher ein Interessent wird, der sich meldet. Die folgenden sieben Gründe sind die häufigsten Bremsen dafür, gerade bei Websites von KMU und Mittelstand.

1. Ist auf den ersten Blick klar, was Sie anbieten?

Besucher sollten ohne Scrollen verstehen, was Sie tun, für wen und wo. Ein Bild mit einem Slogan wie „Qualität aus Leidenschaft“ beantwortet keine dieser Fragen. Besser ist ein Satz, den ein Kunde selbst sagen würde: „Wir bauen Industriehallen für Unternehmen in Niedersachsen.“ Das gilt für jede Leistungsseite, denn viele Besucher landen über Google direkt dort und sehen die Startseite nie.

2. Gibt es einen klaren nächsten Schritt?

Jede wichtige Seite braucht eine konkrete Aufforderung, ein Link „Kontakt“ im Menü reicht nicht. Gemeint ist etwa „Angebot anfragen“, „Rückruf vereinbaren“ oder „Termin buchen“, am Ende der Seite und möglichst schon im sichtbaren Bereich. Der Besucher sollte wissen, was nach dem Klick passiert. Eine Telefonnummer, die sich auf dem Handy direkt antippen lässt, gehört dazu.

3. Verlangt das Kontaktformular zu viel?

Jedes Pflichtfeld ist ein Grund aufzuhören, deshalb fragt ein gutes Kontaktformular nur das Nötigste ab. Meist genügen Name, Kontaktweg und eine kurze Beschreibung. Budget, Firmengröße und Wunschtermin klären Sie im Gespräch. Auch ein Captcha, das mehrere Versuche braucht, oder eine Fehlermeldung, die den eingegebenen Text löscht, kostet Anfragen.

4. Funktioniert die Seite auf dem Handy?

Viele Besucher kommen über das Smartphone, deshalb muss die Website dort schnell laden und leicht bedienbar sein. Prüfen Sie sie auf dem eigenen Handy: Lassen sich Knöpfe mit dem Daumen treffen? Verdeckt ein Cookie-Banner oder ein Chatfenster den Inhalt? Ist das Formular ohne Zoomen ausfüllbar? Die Ladezeit messen Sie kostenlos mit Googles PageSpeed Insights.

5. Schafft die Website genug Vertrauen?

Bevor jemand seine Daten hinterlässt, will er wissen, mit wem er es zu tun hat. Vertrauen schaffen Fotos echter Mitarbeiter statt Bilddatenbank, Referenzen mit Namen, nachprüfbare Bewertungen, ein Ansprechpartner mit Gesicht und eine Adresse. Veraltete Inhalte wirken dagegen: Ein „Aktuelles“ von vor drei Jahren lässt vermuten, dass sich niemand kümmert.

6. Weiß der Besucher, was nach der Anfrage passiert?

Viele zögern, weil sie den Ablauf und die ungefähren Kosten nicht kennen. Beschreiben Sie in wenigen Schritten, was nach der Anfrage geschieht: wer sich meldet, wie schnell und ob es ein unverbindliches Erstgespräch gibt. Nennen Sie, wenn möglich, einen Preisrahmen oder die Faktoren, die den Preis bestimmen.

7. Kommen die Anfragen überhaupt an?

Manchmal fragen Besucher durchaus an, aber die Nachricht landet im Spam, in einem alten Postfach oder nirgends. Das passiert nach einem Serverumzug, nach Updates oder wenn sich eine E-Mail-Adresse ändert. Senden Sie Ihr Formular regelmäßig selbst ab und prüfen Sie, ob die Nachricht beim richtigen Menschen ankommt. Weitere Prüfpunkte für eine neue Website stehen in der Checkliste zum Website-Relaunch.

Wie finden Sie heraus, welcher Grund bei Ihnen zutrifft?

Am schnellsten mit vier einfachen Tests, die Sie ohne Fachwissen durchführen können:

  1. Der Fremdentest. Zeigen Sie die Startseite jemandem außerhalb Ihrer Firma für einige Sekunden und fragen Sie danach, was Sie anbieten.
  2. Der Handytest. Gehen Sie auf dem Smartphone den Weg eines Kunden: über Google auf eine Leistungsseite, dann bis zum abgeschickten Formular.
  3. Der Ankunftstest. Formular absenden, Anruf über die Website auslösen, Termin buchen. Kommt alles an, und wie schnell antwortet jemand?
  4. Die Zahlen. Google Analytics zeigt, auf welchen Seiten Besucher die Website verlassen und ob Formularabsendungen überhaupt gezählt werden.

Für den letzten Punkt muss das Tracking stimmen. Wie Sie Anfragen sauber zählen und nach ihrem Wert unterscheiden, steht im Artikel Leads bewerten statt Klicks zählen. Wenn Sie Ihre Website grundlegend überarbeiten wollen, finden Sie unser Vorgehen unter Webdesign.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn eine Website keine Anfragen bringt, liegt es meist an wenigen Stellen, nicht an zu wenigen Besuchern.
  • Jede Seite muss sofort sagen, was Sie anbieten, und einen klaren nächsten Schritt zeigen.
  • Kurze Formulare, eine gute Mobilansicht und sichtbare Belege für Vertrauen senken die Hürde zur Anfrage.
  • Testen Sie regelmäßig, ob Anfragen wirklich ankommen und in Google Analytics gezählt werden.

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