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Website-Relaunch: die Checkliste für SEO und Tracking

Eine neue Website soll mehr Anfragen bringen. Ohne Vorbereitung kostet sie zunächst Rankings: Alte Adressen laufen ins Leere, Google verliert den Überblick, und das Tracking misst nichts mehr. Mit dieser Liste passiert das nicht.

Vor dem Start: wissen, was Sie haben

  • Alle Adressen erfassen. Ein Crawler wie Screaming Frog listet jede Seite, jedes PDF und jedes Bild der alten Website auf.
  • Wichtige Seiten erkennen. Die Google Search Console zeigt, welche Seiten Besucher und Klicks bringen. Diese Inhalte müssen auf der neuen Website eine Entsprechung haben.
  • Externe Links prüfen. Seiten, auf die andere Websites verlinken, sind besonders wertvoll und brauchen eine saubere Weiterleitung.
  • Messplan festlegen. Was zählt als Anfrage, was als Bewerbung? Welche Ereignisse sollen in Google Analytics ankommen?

Die wichtigste Liste: alt auf neu

Legen Sie eine Tabelle an: links jede alte Adresse, rechts die neue. Jede alte Seite mit Besuchern oder Links bekommt eine dauerhafte Weiterleitung (Statuscode 301) auf die inhaltlich passende neue Seite. Alles pauschal auf die Startseite umzuleiten, wertet Google wie eine gelöschte Seite. Die Rankings sind dann weg.

Am Tag des Starts

  1. Sperre aufheben. Testumgebungen sind für Suchmaschinen gesperrt (noindex, robots.txt). Diese Sperre wird beim Umzug leicht mitgenommen. Prüfen Sie es als Erstes.
  2. Weiterleitungen testen. Stichproben aus der Tabelle aufrufen: Landen sie auf der richtigen Seite, ohne Kette über mehrere Stationen?
  3. Sitemap einreichen. Die neue XML-Sitemap in der Search Console hinterlegen. Bei einem Domainwechsel zusätzlich das Werkzeug zur Adressänderung nutzen.
  4. Tracking prüfen. Ein Testformular wirklich absenden und kontrollieren, ob genau ein Ereignis in Google Analytics und im Werbekonto ankommt. Einmal mit und einmal ohne Cookie-Einwilligung.
  5. Anzeigen umstellen. Google- und Meta-Kampagnen auf die neuen Zielseiten zeigen lassen, sonst bezahlen Sie Klicks auf Weiterleitungen.

Technik, die Google bewertet

Für die Ladezeit nennt Google drei Grenzwerte, gemessen an echten Besuchern: Der größte sichtbare Inhalt sollte nach höchstens 2,5 Sekunden stehen (LCP), die Seite sollte auf eine Eingabe innerhalb von 200 Millisekunden reagieren (INP), und Inhalte sollten beim Laden kaum verrutschen (CLS bis 0,1). Dazu kommen pro Seite ein eigener Titel, eine Beschreibung, genau eine H1-Überschrift und eine saubere Verlinkung zwischen den Seiten.

Die ersten vier Wochen

  • Den Bericht „Nicht gefunden (404)“ in der Search Console in den ersten zwei Wochen täglich prüfen und fehlende Weiterleitungen ergänzen.
  • Die wichtigsten Suchbegriffe beobachten. Leichte Schwankungen sind normal, ein Einbruch bei einzelnen Seiten deutet auf eine fehlende Weiterleitung.
  • Anfragen und Bewerbungen mit dem Zeitraum vor dem Relaunch vergleichen.
  • Alle Formulare und die Terminbuchung noch einmal von außen testen.

Die Checkliste in Kurzform

VorherCrawl, Top-Seiten aus der Search Console, externe Links, Messplan, Weiterleitungstabelle
StartSperre aufheben, Weiterleitungen testen, Sitemap, Tracking-Test, Anzeigen umstellen
Danach404-Bericht, Rankings, Anfragen vergleichen, Formulare testen

Wie Sie danach messen, ob die neue Website mehr bringt als die alte, steht im Artikel Leads bewerten statt Klicks zählen.

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