Wissen · Website & Conversion

Was kostet eine Unternehmenswebsite wirklich?

Zwei Angebote für „eine neue Website“ können sich um ein Vielfaches unterscheiden, und beide sind ehrlich gerechnet. Der Unterschied liegt darin, was genau gebaut wird. Diese Übersicht hilft Ihnen, Angebote zu lesen und zu vergleichen.

Was den Preis bestimmt

Die Kosten einer Website entstehen kaum durch die Technik, sondern durch die Arbeitszeit davor und danach. Fünf Punkte machen den größten Unterschied:

  1. Umfang. Fünf Seiten oder fünfzig? Jede Leistungsseite braucht eigenen Text, eigene Bilder und eine eigene Aufgabe.
  2. Texte. Liefern Sie die Texte selbst, oder werden sie geschrieben? Gute Texte für Suchmaschinen und Anfragen sind oft der größte Posten.
  3. Gestaltung. Eine angepasste Vorlage ist schneller als ein eigenes Design, das zu Ihrer Marke passt.
  4. Funktionen. Formulare, Terminbuchung, Anbindung an Ihr CRM, Stellenbereich, mehrere Sprachen: Jede Funktion kostet Einrichtung und Pflege.
  5. Umzug und Messung. Weiterleitungen von der alten Website, Tracking, Cookie-Banner. Unsichtbar, aber entscheidend dafür, dass keine Rankings und Anfragen verloren gehen.

Einmalige und laufende Kosten

Ein Angebot nennt meist die Erstellung. Dazu kommen Kosten, die jedes Jahr anfallen:

Laufender PostenWofür
Hosting und DomainSpeicherplatz, Adresse, Sicherheitszertifikat
Wartung und UpdatesSicherheitsupdates, Datensicherung, Fehlerbehebung
Rechtstexte und Cookie-BannerDatenschutzerklärung aktuell halten, Einwilligung verwalten
Inhalte und Weiterentwicklungneue Seiten, Fachartikel, Verbesserungen nach Auswertung

Gerade die Wartung wird gern weggelassen, um ein Angebot günstiger aussehen zu lassen. Eine Website ohne Updates ist aber ein Sicherheitsrisiko: Veraltete Systeme sind ein häufiges Einfallstor für Angriffe.

So vergleichen Sie Angebote

  • Gleicher Umfang? Lassen Sie sich die Seiten einzeln auflisten.
  • Wer schreibt die Texte? Und sind sie für Suchmaschinen geplant oder nur schön formuliert?
  • Was passiert mit der alten Website? Ist der Umzug mit Weiterleitungen enthalten?
  • Wird gemessen? Sind Tracking und Cookie-Banner eingerichtet, und zählen Anfragen richtig?
  • Wem gehört die Website danach? Zugänge, Domain und Inhalte sollten bei Ihnen liegen.
  • Was kostet sie im Jahr? Erst einmalige und laufende Kosten zusammen ergeben den echten Preis.

Die eigentliche Frage: Was bringt sie?

Eine Website ist eine Investition, wenn sie Anfragen oder Bewerbungen bringt. Rechnen Sie deshalb nicht nur, was sie kostet, sondern was eine zusätzliche Anfrage für Sie wert ist. Wie das geht, steht im Artikel Wann lohnen sich Google Ads? (Abschnitt „Was darf eine Anfrage kosten?“). Was beim Umzug zu prüfen ist, finden Sie in der Relaunch-Checkliste.

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