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Was kostet eine Bewerbung über Meta Ads?

Die ehrliche Antwort: Das hängt von Ihrer Stelle ab. Eine Zahl aus einem Branchenvergleich gilt für einen anderen Beruf, eine andere Region und eine andere Anzeige. Was Sie brauchen, ist Ihre eigene Zahl, und die bekommen Sie schneller als gedacht.

Die Kosten pro Bewerbung über Meta Ads sind Ihr Werbebudget auf Facebook und Instagram geteilt durch die Zahl der eingegangenen Bewerbungen. Für Unternehmen im Mittelstand, die über Social Recruiting Fachkräfte suchen, ist diese Zahl ein guter Anfang, aber nicht das Ende der Rechnung. Dieser Artikel zeigt, wovon die Kosten abhängen, wie Sie sie messen und wie Sie sie senken.

Wovon hängen die Kosten pro Bewerbung bei Meta Ads ab?

Die Kosten pro Bewerbung hängen vor allem von Beruf, Region, Arbeitsmarkt, Anzeige und Bewerbungsweg ab. Auf Facebook und Instagram zahlen Sie in der Regel dafür, dass Ihre Anzeige gezeigt wird. Wie viele der Menschen, die sie sehen, sich bewerben, entscheiden diese Faktoren:

  • Der Beruf. Wo Fachkräfte knapp sind und viele Arbeitgeber gleichzeitig werben, ist jede Bewerbung schwerer zu bekommen als bei Tätigkeiten mit vielen möglichen Kandidaten.
  • Die Region. In der Großstadt gibt es mehr passende Menschen, aber auch mehr Arbeitgeber, die um sie werben. Auf dem Land ist die Zielgruppe kleiner, die Konkurrenz oft auch.
  • Der Arbeitsmarkt. Herrscht in Ihrer Branche Unsicherheit, sind mehr Menschen offen für einen Wechsel. In guten Zeiten bleiben sie lieber, wo sie sind.
  • Die Anzeige. Konkrete Fakten und ein echtes Gesicht sprechen die richtigen Leute an. Eine austauschbare Anzeige wird überscrollt, die Einblendung zahlen Sie trotzdem.
  • Der Bewerbungsweg. Jeder zusätzliche Schritt zwischen Anzeige und abgeschickter Bewerbung kostet Bewerbungen und macht die übrigen teurer.

Sofortformular bei Meta oder eigene Karriereseite?

Ein Sofortformular bringt meist mehr Bewerbungen, eine eigene Karriereseite oft die besser informierten. Beim Sofortformular wird die Bewerbung direkt in Facebook oder Instagram ausgefüllt, Name und Kontaktdaten sind teilweise vorausgefüllt. Das ist bequem, bringt aber auch Einträge von Menschen, die nur schnell weitergetippt haben.

Eine eigene Stellenseite mit Kurzbewerbung ist ein Schritt mehr. Dafür hat der Bewerber gesehen, wer Sie sind und was die Stelle bietet. Welcher Weg besser passt, zeigt ein Test, wenn Sie dabei nicht nur die Zahl der Bewerbungen vergleichen. Wie die Seite aufgebaut sein sollte, steht im Artikel Die Karriereseite, auf der man sich gern bewirbt.

Wie messen Sie die Kosten pro Bewerbung richtig?

Richtig gemessen wird in Stufen bis zur Einstellung, denn eine niedrige Zahl pro Bewerbung ist wertlos, wenn die Bewerber nicht passen. Halten Sie für jede Anzeige fest:

  1. Bewerbung eingegangen. Gezählt wird, was wirklich bei Ihnen angekommen ist.
  2. Passende Bewerbung. Abschluss, Erfahrung und Wohnort passen grundsätzlich. Das entscheidet ein Mensch nach drei, vier festen Kriterien.
  3. Vorstellungsgespräch. Der Bewerber war erreichbar und ist erschienen.
  4. Einstellung. Der Vertrag ist unterschrieben.

Am Ende zählen die Kosten pro Einstellung. Damit sie auswertbar sind, muss jede Bewerbung ihre Quelle mitbringen, also die Anzeige, über die sie kam. Das gelingt mit gekennzeichneten Links und einer Messung, die Bewerbungen getrennt von Kundenanfragen erfasst. Mehr dazu im Artikel Leads bewerten statt Klicks zählen.

Wie senken Sie die Kosten pro Bewerbung?

Sie senken die Kosten pro Bewerbung vor allem mit besseren Anzeigen, einem kürzeren Bewerbungsweg und einem schnellen Rückruf:

  • Mit dem stärksten Fakt beginnen. Die erste Zeile der Anzeige entscheidet, ob jemand weiterliest. Gehalt, Arbeitszeit oder Arbeitsweg gehören nach vorn.
  • Anzeigen gegeneinander testen. Ein Video mit einem Mitarbeiter gegen ein Foto, eine Botschaft zum Gehalt gegen eine zur Arbeitszeit. Behalten Sie, was passende Bewerbungen bringt.
  • Den Bewerbungsweg kürzen. Kein Anschreiben, Lebenslauf freiwillig, auf dem Handy in zwei Minuten erledigt.
  • Das Gebiet realistisch wählen. Ein zu großes Gebiet bringt Bewerbungen von Menschen, die den Weg am Ende nicht fahren wollen.
  • Schnell zurückrufen. Wer erst nach einer Woche angerufen wird, ist oft nicht mehr zu erreichen.

Was gilt bei Stellenanzeigen auf Facebook und Instagram rechtlich?

Stellenanzeigen dürfen niemanden wegen Alter, Geschlecht oder Herkunft benachteiligen, das regelt in Deutschland das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Das betrifft auch die Auswahl der Zielgruppe in der Werbung. Meta schränkt bei Stellenanzeigen zudem die Möglichkeiten ein, nach solchen Merkmalen zu filtern. Planen Sie deshalb über Beruf, Interessen und Region, nicht über Alter oder Geschlecht.

Wie bekommen Sie Ihre eigene Zahl?

Ihre eigene Zahl bekommen Sie mit einem Test über einige Wochen für eine einzelne Stelle mit festem Budget. Starten Sie mit zwei, drei unterschiedlichen Anzeigen und einer Kurzbewerbung auf dem Handy, und halten Sie zu jeder Bewerbung fest, ob sie passte und wie es weiterging. Danach wissen Sie, was eine Bewerbung und eine Einstellung für genau diese Stelle in Ihrer Region kostet. Unterstützung bekommen Sie bei uns in den Leistungen Recruiting und Meta Ads.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine allgemeingültige Zahl für die Kosten pro Bewerbung über Meta Ads gibt es nicht.
  • Die Kosten hängen von Beruf, Region, Arbeitsmarkt, Anzeige und Bewerbungsweg ab.
  • Entscheidend sind die Kosten pro passender Bewerbung und pro Einstellung, nicht pro Formulareintrag.
  • Kurze Bewerbung, starke erste Anzeigenzeile und schneller Rückruf senken die Kosten.
  • Ein Test mit einer Stelle liefert in wenigen Wochen Ihre eigene Zahl.

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